Literatur rund um Transidentität

Es gibt auch Lesenswertes anderer Autoren, das Dir Monika nicht vorenthalten möchte:

 

 

Diplomarbeit von Mag.a. phil. Serena Laker (Studienrichtung Publizistik und Kommunikationswissenschaft)


 

Aus der Einleitung: "Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche gesellschaftlichen Leistungen das World Wide Web (WWW oder kurz Web) für die Gruppe
der Transgender erbringt. Ausgehend von der Annahme, daß Transgender eine marginalisierte Gruppe sind, die in unserer Gesellschaft Diskriminierung erfährt
(siehe Kapitel 2 auf Seite 3), wird anhand der Systemtheorie eine Skizze der Gesellschaft und ihrer Inklusionsmechanismen aufgestellt..."

 

 

Diplomarbeit von Mag.a. phil. Natalie Sophie Chrstos (Studienrichtung Komparatistik)

 

 

"In den Medien, der Kunst aber vor allem in der Alltagskultur ist ein gewachsenes Interesse an der „Instabilität von Geschlechtsidentitäten“ zu beobachten. Auf universitärer Ebene werden Themen wie Intersexualität, Transsexualität, Körperpolitik und Queerness behandelt. Die Differenzierung in biologisches und soziales Geschlecht, sex und gender, ist zumindest im akademischen Diskurs heute selbstverständlich. Ich möchte in der vorliegenden Arbeit einen Schritt weiter gehen und zeigen, wie das mächtige heteronormative System arbeitet, „verworfene Wesen“ hervorbringt und wie diese agieren, wenn sie agieren können."

 

 

Arbeit von Mag.a rer. soc.oec Barbara Spreitzer (Studienrichtung Soziologie)

 

Diese Arbeit leistet keinen globalen Blick auf das „Phänomen“ Transidentität, weil ihr Schwerpunkt auf der Transformationsleistung in den wahren, den richtigen, den gefühlten GeschlechtsKörper liegt. Die Autorin bevorzugt (wie Monika) den Begriff "Transidentität" anstatt des irreführenden Terminus "Transsexualität". Als kurzer Vor-Geschmack sei hier ihr "Nach-Wort" zitiert: "Mit der fortwährenden Säkularisierung seit der Aufklärung scheint die Seele vom Himmel auf die Erde gefallen zu sein. Sie konnte sich im Innenraum des Körpers verorten und dort als Psyche wieder finden. Damit entrann sie der Gewalt durch einen omnipotenten Gott, aber verfiel gleichzeitig in den Machtbereich der Wissenschaften vom Menschen..."

 

 

Hekates Werk "Animagie"


 

Hekate, Monikas liebe Freundin und Schriftstellerin, ist leider schon verstorben. Ihr Artikel "Animagie" erschien 1987 in "ANUBIS", der Zeitschrift für PRAKTISCHE MAGIE UND PSYCHONAUTIK. Manche Details mögen zwar nicht mehr allzu aktuell wirken (z.B. der Hinweis auf die damalige Schach-Weltmeisterschaft), aber die Hauptthemen bewegen auch heute noch viele Transgender-Personen. So werfen Hekates Ideen auf einigen Homepages neues Licht auf alte Probleme.

Nun zum Titelbild, das sowohl für Hekate selbst als auch für Ihre weise Weltsicht steht. Hekate hat es natürlich selbst angefertigt hat und als Modelle stand sie sich selbst. Als Hintergrund dient eine alchymistische Darstellung des doppelgeschlechtlichen, Weib und Mann vereinenden "Hermetischen Androgyns" aus dem 15. Jahrhundert. Davor links "ER" als Hekates "idealisiertes Selbstbild" mit den Symbolen des Hongkong-Seidenanzugs ("weitgereister Weltmann"), der Pfeife ("sympathischer Wissenschaftler") und der Katze ("mysterienkundiger Meister") UND rechts als "SIE" eine von Hekates "Animanifestationen" - diesmal als selbstsichere Karrierefrau, intellektuell-feministisch, okkult interessiert, aber in alldem manchmal leicht vernagelt, nicht ohne Humor, aber leider bar jeglichen Charmes... am Schluß bringt sie aber den weisen Meister noch auf eine Idee, die er zuvor nicht hatte!